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Kategorie: AKTF
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Veröffentlicht: Sonntag, 15. Dezember 2024 20:00
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Arbeitskreis Tourismus und Freizeit zieht Bilanz und gibt Ausblick
Der Arbeitskreis Tourismus und Freizeit (AKTF) traf sich am 12. Dezember 2024 im Gasthaus Salmen in Bad Rotenfels in weihnachtlicher, stimmungsvoll geschmückter Atmosphäre zum Jahresausklang. Moderator Bernd Kraft begrüßte die Teilnehmenden und Jutta Mast überreichte jedem ein von ihr gestaltetes weihnachtliches Dankeschönpräsent.

Jahresabschluss 2024. Foto B. Krohn, AKTF
Ein zentrales Thema der Sitzung war der Rückblick auf den Runden Tisch mit Bürgermeister und politischen Vertretern. Die engagierte Arbeit des AKTF wurde dabei mit viel Lob bedacht. In einer Präsentation stellte Bernd Kraft die zurückliegenden Aktivitäten des AKTF in 2024 vor. Des Weiteren wurden aktuelle Projekte, anstehende Veranstaltungen und zukünftige Planungen vorgestellt.
© AKTF
Weitere Schwerpunkte
- Veranstaltungskalender: Es wird keinen kompletten Jahres-Veranstaltungskalender mehr in der Gawo im Januar geben, da viele Termine im Laufe des Jahres nicht mehr aktuell waren. Wie bisher auch werden aber alle Termine der nächsten zehn Tage in der Gaggenauer Woche wöchentlich angekündigt. Und wie bisher auch sind alle Termine auf der Homepage der Stadt und der Bürger-App.
- "Gaggenauer Geschichten": Dagmar Konermann stellte ein Konzept vor, bei dem die verschiedenen Stadtteile besucht werden. Details dazu folgen in der nächsten Sitzung.
- Kunst im Park und Wander-Highlights: Am 25. Mai 2025 wird die Veranstaltung Kunst im Park stattfinden. Außerdem sind Wander- und Radtouren wie der Fünftäler-Rundweg (13. April 2025) und die Tour de Murg & Kinzig (6. Juli 2025) geplant.
- Infotafeln: Marianne Müller berichtete über die geplante Aufstellung von Infotafeln am Schanzenberg und am Bunkereingang nahe des Kneippbeckens. Diese sollen im Frühjahr 2025 realisiert werden.
Ein besonderes Highlight war die Würdigung von Manfred Vogts 80. Geburtstag.Neben dem Dankeschön-Präsent des AKTF wurde die Feierlichkeit von Oberbürgermeister und zahlreichen Gästen besucht.

Foto M. Vogt.
Der Jahresabschluss endete mit einem gemütlichen Teil und der Aussicht auf eine baldige Terminierung des nächsten Treffens. Der Arbeitskreis bedankt sich bei allen Beteiligten für das Engagement und wünscht frohe Adventstage. (mavo)
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Kategorie: Erlebnis
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Veröffentlicht: Freitag, 02. Dezember 2022 00:00
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Gaggenau-Hörden. Großer Jubel herrschte beim Verein für Heimatgeschichte Hörden e. V, als er am 1. Dezember die Nachricht aus Rabat (Marokko) erhielt, dass die UNESCO Kommission die Flößerei als „Immaterielles Kulturerbe der Menschheit“ anerkannt hat. Aktuell gehören 180 Staaten dieser UNESCO Kulturorganisation an. Mehr als 600 Bräuche, Darstellungskünste, Handwerkstechniken und Formen des Naturwissens aus aller Welt werden derzeit auf diesen Listen geführt.

Murgflößer 1890 in Gernsbach, damals ein richtiger Knochenjob. Foto: Stadtarchiv Gernsbach

Heute gelebte Tradition auf dem Gernsbacher Altstadtfest. Foto AKTF
Die Geschäftsführende Vorstände des Vereins, Bernd Kraft, Udo Schwaab, Wolfgang Strobel sagten dazu:“ Wir als kleiner Verein sind stolz bei so einer großen Sache aktiv mitgewirkt zu haben und bedanken uns ganz herzlich bei unseren Mitgliedern und Unterstützern, sowie allen Besuchern unseres Museums Haus Kast“.
Als Deutschland 2013 dem UNESCO Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes beigetreten war, hat der Vorstand der Deutschen Flößerei - Vereinigung sofort einen Antrag erarbeitet, der von namhaften Wissenschaftlern unterstützt wurde. Das Land Bremen nahm den Antrag an und leitete ihn weiter an die zuständige Kultusministerkonferenz und die Deutsche UNESCO - Kommission. Nach einem langwierigen Auswahlverfahren wurde die Flößerei als eine der ersten Antragsteller 2014 als „Immaterielles Kulturerbe Deutschlands“ anerkannt.
Nun ist es gelungen, mit Flößerfreunden aus Lettland, Österreich, Polen, Tschechien und Spanien zusammen, die Ernennung der Flößerei, als „Immaterielles Kulturerbe der Menschheit“ zu erreichen.
Der Vorsitzende der Deutschen Flößerei - Vereinigung, Martin Spreng, die 35 Vereine, Städte und Museen vertritt, erklärte: „Diese Anerkennung ist den vielen Flößerinnen und Flößern zu verdanken, die schon viele Jahre durch Flößerfeste, Floßbau und Informationsveranstaltungen, sowie in Museen das Erbe des alten Handwerks bewahren und ihr Wissen mit Engagement und Freude, an die junge Generation weitergeben“. In unserer Region sind dies der Verein für Heimatgeschichte Hörden mit dem einzigartigen Museum Haus Kast, die Gernsbacher Murgflößer und das Flößermuseum Steinmauern.
Dieses alte Handwerk hatte Jahrhunderte lang das Leben der Menschen und die Wirtschaft mitgeprägt. Gerade im Mittelalter und der vorindustriellen Zeit, die man das „hölzerne Zeitalter“ nennt, war der Holztransport über die Flüsse, mangels Straßen und Transportmöglichkeiten, substanziell. Ob Feuerholz für Salzsiedereien und Glashütten, Bauholz für Häuser oder sogar für den Schiffsbau zum Beispiel in Holland, ohne das Holz wäre die Entwicklung der Städte in Deutschland, in Europa und vielen Ländern der Erde nicht möglich gewesen.
Für den Verein für Heimatgeschichte Hörden e. V. war neben der Nachricht aus Rabat das „Highlight“ des Jahres, der Besuch des Deutschen Flößertages in München. Dort feierte die Deutsche Flößerei – Vereinigung unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr. Markus Söder, ihr 30 – jähriges Bestehen. „Doch so ein Prädikat als Flößer verliehen zu bekommen“, so Bernd Kraft ist noch eine gehörige Nummer größer – ein Weltereignis, das uns anspornt für unsere weitere Aktivitäten und uns gleichzeitig aber auch bestätigt, dass die bisherige, jahrelange aktive Arbeit äußerst erfolgreich war. Für unsere gesamte Region ist diese Anerkennung eine einzigartige Auszeichnung.“ (bk)